Dieser Kurs richtet sich an jugendliche Mädchen* und bietet ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen Grenzen besser kennenzulernen und zu verteidigen. Die 10 Einheiten des Kurses geben einen Einblick in Grundtechniken des Kämpfens im Stand (Striking) und auf dem Boden (Grappling). Dabei liegt das Augenmerk auf Körperkontrolle, Reaktionsfähigkeit und Stabilität in unterschiedlichen Positionen. Was sind effektive Bewegungen um mich zu schützen? Wie kann es gelingen mich aus Umklammerungen zu befreien? Wie gehe ich mit Angst um? Ziel des Kurses ist das eigene Selbstvertrauen zu stärken und sich zu trauen Entscheidungen über das eigene Leben zu treffen. Jenseits des Erlernens von Selbstverteidigungstechniken, reflektieren wir darüber, was Gewalt aufrechterhält, wie wir Grenzüberschreitungen und Gewalt zuvorkommen, und wie es gelingen kann, die Wunden zu behandeln, die sie uns zufügt. Denn es reicht nicht aus, zu wissen, wie du dich und andere schützen und verteidigen kannst. Es geht auch darum Strategien zu entwickeln, um die Welt, in der wir leben, und ihre sozialen Veränderungen zu verstehen.
Zeit: Dienstags 16.30 – 17.30 Uhr, Start 1.09.2026 – Ende 17.11.2026 (Herbstferien frei)
Ort: Grapple&Strike, Richard-Dunkel-Str. 120, Haltestelle Duckwitzstraße
Alter: 12-15 Jahre
Maximale Teilnehmer*innenzahl: 16
Preis: 100€ für den gesamten Kurs (10 Termine)
Anmeldung: office@grappleandstrike.de

Kursleitung: Kathrin Herold ist Kulturwissenschaftlerin mit viel außerschulischer Bildungspraxis. Sie ist Kampfsportlerin (4. Khan in Muay Thai, Kickboxen, Submission Wrestling, Lilagurt in Brazilian Jiu Jitsu, MMA) und seit vielen Jahren Trainerin. Sie hat vier Jahre lang „Comando Colibri“, eine Selbstverteidigungsschule für Frauen* und andere gefährdete Körper in Mexiko Stadt mit aufgebaut und geleitet.
Warum das Sternchen bei Mädchen* und Frauen*:
Mädchen* können alles mögliche sein. Sie können inter* und/oder trans* Mädchen sein, sie können weiß, Schwarz, Mädchen of Color sein, sie können behindert werden oder nicht und darüber hinaus ähnliche oder auch unterschiedliche Lebensrealitäten haben. Das Sternchen schafft den Raum, die an die Kategorien geknüpften Zuschreibungen, vermeintlichen Eindeutigkeiten und Erwartungen kritisch zu hinterfragen.